Die ersten 90 Tage mit Ihrem neuen Ultraschallgerät: eine Praxis-Checkliste

Erkenntnisse

The first 90 days with your new ultrasound system: a practice checklist

Christelle Sam-Hine

Veröffentlicht am

Einführung

Installation, DICOM, Presets, Schulung und Service: Eine 90-Tage-Checkliste, damit das ganze Team den vollen Nutzen aus dem neuen Samsung Ultraschallgerät zieht.

Kurz gesagt: Ein neues Ultraschallgerät zahlt sich aus, wenn das ganze Team es gut nutzt, die Bilder ohne zusätzliche Klicks in der Patientenakte landen und die Presets zu den Untersuchungen passen, die Sie tatsächlich durchführen. Das dauert rund 90 Tage: Installation und DICOM in Woche eins, Applikationsschulung und Presets im ersten Monat, Überprüfung der Workflows und eine zweite Schulung bis Monat drei. Mit dieser Checkliste begleitet Meditron SA, der offizielle Samsung Healthcare Distributor in der Schweiz, Praxen durch die ersten Monate.

Das Wichtigste in Kürze

  • Woche 1: Installation, DICOM-Anbindung an Praxissoftware oder PACS, Benutzerkonten, erste Presets, erste Schulung.

  • Monat 1: Das Team schallt täglich, Presets werden auf Ihre Untersuchungen angepasst, Befundvorlagen eingerichtet.

  • Monat 3: Kennzahlen prüfen, zweite Applikationsschulung durchführen, letzte Lücken im Workflow schliessen, Serviceplan bestätigen.

  • Der häufigste Fehler ist das Auslassen der zweiten Schulung. Die erste Schulung erklärt die Bedienung, die zweite macht das Team schnell.

  • Schützen Sie die Schallköpfe: Reinigung, Kabelführung und Aufbewahrung entscheiden über die Reparaturkosten der nächsten Jahre.

Zuletzt geprüft: September 2026. Autor: Christelle Sam-Hine, Applikationsspezialistin Ultraschall.

Was sollte vor der Lieferung des Systems bereit sein?

  • Der Raum. Steckdose, Netzwerkanschluss, Platz für das System und genug Bewegungsfreiheit auf beiden Seiten der Liege. Eine Samsung Konsole braucht rund 56 bis 63 cm Breite plus Bewegungsraum; ein kompakter Wagen rund 56 × 63 cm.

  • Angaben zur Praxissoftware. Name und Version Ihrer Praxissoftware oder Ihres PACS, die Kontaktperson beim Anbieter und ob eine DICOM-Worklist verfügbar ist. Davon hängt ab, wie schnell die Bilder in der Patientenakte sind.

  • Benutzer. Wer untersucht, wer befundet, wer das System verwaltet. Benutzerkonten und Zugriffsrechte werden bei der Installation eingerichtet.

  • Untersuchungsliste. Die zehn Untersuchungen, die Sie am häufigsten durchführen. Meditron erstellt daraus die ersten Presets.

Was passiert in der ersten Woche?

  1. Lieferung und Installation. Der Meditron Servicetechniker richtet System, Schallköpfe und Peripherie ein und führt den Abnahmetest durch.

  2. DICOM-Anbindung. Bilder, Messungen und Befunde werden an Ihre Praxissoftware oder Ihr PACS gesendet. Eine DICOM-Worklist, wo verfügbar, bringt die Patientendaten auf das System, sodass nichts doppelt eingetippt wird.

  3. Konten und Presets. Benutzerkonten, Untersuchungs-Presets für Ihre häufigsten Untersuchungen, Befundvorlagen und Archiveinstellungen.

  4. Erste Applikationsschulung. Eine Applikationsspezialistin oder ein Applikationsspezialist geht mit dem Team Ihre Untersuchungsarten am System durch: Bedienung, Presets, Messungen, Befundung. Reservieren Sie dafür einen halben Tag mit dem ganzen Team.

Was sollte im ersten Monat passieren?

  • Täglich mit dem neuen System arbeiten. Das Team sollte das neue System vom ersten Tag an für jede Ultraschalluntersuchung nutzen, nicht parallel zum alten.

  • Presets anpassen. Notieren Sie nach zwei Wochen im Praxisalltag, wo zu viele Klicks nötig sind. Der Applikationsspezialist passt Presets, Messpakete und Befundvorlagen per Fernzugriff oder vor Ort an.

  • Datenfluss prüfen. Sind die Bilder innert Minuten in der Patientenakte? Sind die Befunde vollständig? Schliessen Sie jede Lücke jetzt, solange der Draht zum Anbieter noch kurz ist.

  • Fragen festhalten. Führen Sie eine Liste offener Fragen für die zweite Schulung.

Was sollte bis Monat drei passieren?

  • Zweite Applikationsschulung. Sobald das Team die Grundlagen beherrscht, geht es in der zweiten Schulung um die erweiterten Funktionen, für die Sie bezahlt haben: Automatisierung, Quantifizierungswerkzeuge, 3D/4D, Elastografie und die Tastenkürzel, mit denen Untersuchungen schneller gehen.

  • Kennzahlen prüfen. Untersuchungen pro Tag, Zeit pro Untersuchung, am selben Tag abgeschlossene Befunde. Vergleichen Sie mit dem alten System.

  • Serviceplan bestätigen. Termine für vorbeugende Wartung, Schallkopfprüfungen, Softwareupdates und die Kontaktperson für den Support.

  • Neue Mitarbeitende schulen. Neue Mitarbeitende oder Kolleginnen und Kollegen, die die ersten Sitzungen verpasst haben, erhalten eine eigene kurze Schulung.

Wie pflege ich die Schallköpfe vom ersten Tag an?

Schallköpfe sind der teuerste und empfindlichste Teil des Systems. Vier Gewohnheiten schützen sie wirksam:

  • Reinigung und Desinfektion gemäss Herstellerangaben und Ihrem Hygienekonzept, nur mit zugelassenen Mitteln.

  • Kabelführung. Keine scharfen Knicke, kein Kabel unter den Rädern, kein Schallkopf, der am Kabel hängt.

  • Aufbewahrung. Schallköpfe in ihren Halterungen, Linse geschützt, nie am Rand der Liege.

  • Regelmässige Kontrollen. Prüfen Sie Linse und Kabel wöchentlich; verlangen Sie bei jeder Wartung einen Elementtest.

Welche fünf Fehler sollte ich vermeiden?

  1. Altes und neues System monatelang parallel betreiben. So lernt das Team das neue System nie richtig kennen.

  2. Die zweite Schulung auslassen. Die erweiterten Funktionen, für die Sie bezahlt haben, bleiben ungenutzt.

  3. Bei den Werks-Presets bleiben. Auf Ihre Untersuchungen abgestimmte Presets sparen Minuten pro Patient.

  4. Keine DICOM-Worklist. Patientendaten von Hand doppelt einzugeben kostet Zeit und führt zu Fehlern.

  5. Die Schallköpfe vernachlässigen. Die meisten ungeplanten Reparaturkosten entstehen durch beschädigte Schallköpfe.

Nächster Schritt

Applikationsschulung buchen oder nach Serviceverträgen fragen. Lesen Sie auch: Welches Samsung Ultraschallgerät passt zu meiner Praxis. Übersicht aller Modelle: Samsung Ultraschall bei Meditron.

Quellen: Installations-, Applikations- und Servicepraxis der Meditron SA; Produktspezifikationen von Samsung Healthcare (wie auf meditron.ch aufgeführt).

Autor: Christelle Sam-Hine, Applikationsspezialistin Ultraschall, Meditron SA. Geprüft von: Dr. Henri Hagenmüller, Geschäftsführer. Zuletzt aktualisiert: September 2026.

Häufige Fragen

Lass uns sprechen!

Sie haben Fragen, benötigen ein Angebot oder möchten eine Demo buchen? Wir sind für Sie da.

info@meditron.ch

+41 22 995 01 91

Place de l'Industrie 2, 1180 Rolle, Schönenhofstrasse 19, 8500 Frauenfeld

Die ersten 90 Tage mit Ihrem neuen Ultraschallgerät: eine Praxis-Checkliste

Erkenntnisse

The first 90 days with your new ultrasound system: a practice checklist

Christelle Sam-Hine

Veröffentlicht am

Einführung

Installation, DICOM, Presets, Schulung und Service: Eine 90-Tage-Checkliste, damit das ganze Team den vollen Nutzen aus dem neuen Samsung Ultraschallgerät zieht.

Kurz gesagt: Ein neues Ultraschallgerät zahlt sich aus, wenn das ganze Team es gut nutzt, die Bilder ohne zusätzliche Klicks in der Patientenakte landen und die Presets zu den Untersuchungen passen, die Sie tatsächlich durchführen. Das dauert rund 90 Tage: Installation und DICOM in Woche eins, Applikationsschulung und Presets im ersten Monat, Überprüfung der Workflows und eine zweite Schulung bis Monat drei. Mit dieser Checkliste begleitet Meditron SA, der offizielle Samsung Healthcare Distributor in der Schweiz, Praxen durch die ersten Monate.

Das Wichtigste in Kürze

  • Woche 1: Installation, DICOM-Anbindung an Praxissoftware oder PACS, Benutzerkonten, erste Presets, erste Schulung.

  • Monat 1: Das Team schallt täglich, Presets werden auf Ihre Untersuchungen angepasst, Befundvorlagen eingerichtet.

  • Monat 3: Kennzahlen prüfen, zweite Applikationsschulung durchführen, letzte Lücken im Workflow schliessen, Serviceplan bestätigen.

  • Der häufigste Fehler ist das Auslassen der zweiten Schulung. Die erste Schulung erklärt die Bedienung, die zweite macht das Team schnell.

  • Schützen Sie die Schallköpfe: Reinigung, Kabelführung und Aufbewahrung entscheiden über die Reparaturkosten der nächsten Jahre.

Zuletzt geprüft: September 2026. Autor: Christelle Sam-Hine, Applikationsspezialistin Ultraschall.

Was sollte vor der Lieferung des Systems bereit sein?

  • Der Raum. Steckdose, Netzwerkanschluss, Platz für das System und genug Bewegungsfreiheit auf beiden Seiten der Liege. Eine Samsung Konsole braucht rund 56 bis 63 cm Breite plus Bewegungsraum; ein kompakter Wagen rund 56 × 63 cm.

  • Angaben zur Praxissoftware. Name und Version Ihrer Praxissoftware oder Ihres PACS, die Kontaktperson beim Anbieter und ob eine DICOM-Worklist verfügbar ist. Davon hängt ab, wie schnell die Bilder in der Patientenakte sind.

  • Benutzer. Wer untersucht, wer befundet, wer das System verwaltet. Benutzerkonten und Zugriffsrechte werden bei der Installation eingerichtet.

  • Untersuchungsliste. Die zehn Untersuchungen, die Sie am häufigsten durchführen. Meditron erstellt daraus die ersten Presets.

Was passiert in der ersten Woche?

  1. Lieferung und Installation. Der Meditron Servicetechniker richtet System, Schallköpfe und Peripherie ein und führt den Abnahmetest durch.

  2. DICOM-Anbindung. Bilder, Messungen und Befunde werden an Ihre Praxissoftware oder Ihr PACS gesendet. Eine DICOM-Worklist, wo verfügbar, bringt die Patientendaten auf das System, sodass nichts doppelt eingetippt wird.

  3. Konten und Presets. Benutzerkonten, Untersuchungs-Presets für Ihre häufigsten Untersuchungen, Befundvorlagen und Archiveinstellungen.

  4. Erste Applikationsschulung. Eine Applikationsspezialistin oder ein Applikationsspezialist geht mit dem Team Ihre Untersuchungsarten am System durch: Bedienung, Presets, Messungen, Befundung. Reservieren Sie dafür einen halben Tag mit dem ganzen Team.

Was sollte im ersten Monat passieren?

  • Täglich mit dem neuen System arbeiten. Das Team sollte das neue System vom ersten Tag an für jede Ultraschalluntersuchung nutzen, nicht parallel zum alten.

  • Presets anpassen. Notieren Sie nach zwei Wochen im Praxisalltag, wo zu viele Klicks nötig sind. Der Applikationsspezialist passt Presets, Messpakete und Befundvorlagen per Fernzugriff oder vor Ort an.

  • Datenfluss prüfen. Sind die Bilder innert Minuten in der Patientenakte? Sind die Befunde vollständig? Schliessen Sie jede Lücke jetzt, solange der Draht zum Anbieter noch kurz ist.

  • Fragen festhalten. Führen Sie eine Liste offener Fragen für die zweite Schulung.

Was sollte bis Monat drei passieren?

  • Zweite Applikationsschulung. Sobald das Team die Grundlagen beherrscht, geht es in der zweiten Schulung um die erweiterten Funktionen, für die Sie bezahlt haben: Automatisierung, Quantifizierungswerkzeuge, 3D/4D, Elastografie und die Tastenkürzel, mit denen Untersuchungen schneller gehen.

  • Kennzahlen prüfen. Untersuchungen pro Tag, Zeit pro Untersuchung, am selben Tag abgeschlossene Befunde. Vergleichen Sie mit dem alten System.

  • Serviceplan bestätigen. Termine für vorbeugende Wartung, Schallkopfprüfungen, Softwareupdates und die Kontaktperson für den Support.

  • Neue Mitarbeitende schulen. Neue Mitarbeitende oder Kolleginnen und Kollegen, die die ersten Sitzungen verpasst haben, erhalten eine eigene kurze Schulung.

Wie pflege ich die Schallköpfe vom ersten Tag an?

Schallköpfe sind der teuerste und empfindlichste Teil des Systems. Vier Gewohnheiten schützen sie wirksam:

  • Reinigung und Desinfektion gemäss Herstellerangaben und Ihrem Hygienekonzept, nur mit zugelassenen Mitteln.

  • Kabelführung. Keine scharfen Knicke, kein Kabel unter den Rädern, kein Schallkopf, der am Kabel hängt.

  • Aufbewahrung. Schallköpfe in ihren Halterungen, Linse geschützt, nie am Rand der Liege.

  • Regelmässige Kontrollen. Prüfen Sie Linse und Kabel wöchentlich; verlangen Sie bei jeder Wartung einen Elementtest.

Welche fünf Fehler sollte ich vermeiden?

  1. Altes und neues System monatelang parallel betreiben. So lernt das Team das neue System nie richtig kennen.

  2. Die zweite Schulung auslassen. Die erweiterten Funktionen, für die Sie bezahlt haben, bleiben ungenutzt.

  3. Bei den Werks-Presets bleiben. Auf Ihre Untersuchungen abgestimmte Presets sparen Minuten pro Patient.

  4. Keine DICOM-Worklist. Patientendaten von Hand doppelt einzugeben kostet Zeit und führt zu Fehlern.

  5. Die Schallköpfe vernachlässigen. Die meisten ungeplanten Reparaturkosten entstehen durch beschädigte Schallköpfe.

Nächster Schritt

Applikationsschulung buchen oder nach Serviceverträgen fragen. Lesen Sie auch: Welches Samsung Ultraschallgerät passt zu meiner Praxis. Übersicht aller Modelle: Samsung Ultraschall bei Meditron.

Quellen: Installations-, Applikations- und Servicepraxis der Meditron SA; Produktspezifikationen von Samsung Healthcare (wie auf meditron.ch aufgeführt).

Autor: Christelle Sam-Hine, Applikationsspezialistin Ultraschall, Meditron SA. Geprüft von: Dr. Henri Hagenmüller, Geschäftsführer. Zuletzt aktualisiert: September 2026.

Häufige Fragen

Lass uns sprechen!

Sie haben Fragen, benötigen ein Angebot oder möchten eine Demo buchen? Wir sind für Sie da.

info@meditron.ch

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